US-AKWs: Hochwasser steigt langsamer und mehr Gerüchte

Derzeit werden keine besonderen Neuigkeiten aus dem Hochwassergebiet berichtet. Die Lage bleibt unklar und der Mangel an Informationen nährt weiterhin die Spekulationen.

The.Examiner.Com berichtet, dass durch Dammbrüche flußaufwärts der Anstieg des Pegels sich abgeschwächt habe. Derzeit liegt der Pegel noch gut 50-60cm unterhalb der Marke, ab welcher das AKW Cooper ebenfalls spätestens heruntergefahren werden muss. [Update: Gemäß ABC wurde das AKW Cooper bereits am 19.Juni 2011 aufgrund eines ungewöhnlichen Ereignisses heruntergefahren. Und im AKW Fort Calhoun soll das Wasser teilweise schon 60cm hoch stehen.]

Die Obama Regierung hat den Notstand für die von der Flut betroffenen Counties erklärt. FEMA und das Rote Kreuz richten Unterstände und Notfallzentren ein. Verschiedene Verschwörungstheoretiker mutmassen bereits, dass Vorkehrungen getroffen würden die Bevölkerung im Falle eines Nuklearunfalls an einer Flucht aus dem Gebiet zu hindern – schließlich weiß niemand, wie und wohin man viele Hunderttausende Menschen für praktisch immer evakuieren sollte. Ob des neofeudalen Gebarens der herrschenden US-Schichten wäre eine solche Vorgehenweise in jedem Fall denkbar und kann nicht ausgeschlossen werden.

Für das AKW Calhoun wird vermutet, dass das Trockenlager für gebrauchte Brennelemente bereits geflutet ist, da es sich ausserhalb des mit einer wassergefüllten Gummibarriere und Sandsäcken gesicherten Bereiches befindet. Ob dies Konsequenzen hat oder ob Brennelemente bereits fortgespült wurden, ist unklar.

Da die Atomindustrie den Wahlkampf von Obama zu großen Teilen finanziert hat, muss man davon ausgehen, dass dies nicht ohne Gegenleistungen erfolgt ist. Zumindest hat sich Obama für den Neubau von AKWs ausgesprochen und auch 8.3 Milliarden Dollar als Kreditsicherheit für einen AKW Neubau zur Verfügung gestellt.

The Examiner kritisiert zu Recht, dass man mit diesem Geld besser den Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) und die Verbesserung der Energieffizienz hätte fördern sollen. Dies brächte langfristig Unabhängigkeit und heimische Arbeitsplätze.

Warum dies nicht passiert und die Atomindustrie weiterhin ihre Propagandlügen verbreiten kann, ergibt sich aus der Standardfrage von Albrecht Müller, NDS: Wer verdient daran?

Die Gewinne für Wenige sind enorm. Und Profit geht immer vor Sicherheit.

Und für die Politik hat es noch einen anderen netten Nebeneffekt. Eine zentrale Monopolstruktur erlaubt es, dem Wahlvieh im Fall eines Aufstandes den Strom abdrehen zu lassen.

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