Prof.Dr. Wilhelm Hankel über den Zustand des Euro

Ein gut 30-minütiger Vortrag über die Konstruktionsfehler, den Zustand und die Zukunft des Euro.

Der Redner plädiert für eine Rückkehr zur nationalen Währung, repektive einer verkleinerte Eurozone mit drei bis vier Teilnehmern.

Quelle: YouTube

Die Analyse des Problems erscheint mir weitgehend schlüssig. Und natürlich würde die Rückkehr zur nationalen Währung sicherlich einige der aktuellen Probleme adhoc lösen. Das alte System war sicherlich weniger schlecht als das jetzige.

Der Europäischen Idee und ihrem Potiential  hingegen tut man damit keinen Gefallen. Das Problem liesse sich natürlich auch mit einheitlichen Sozial, Renten und Steuerregelung lösen, sodaß in allen Euroländern die selben Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen bestünden. Im Endeffekt liefe es auf ein europäisches Parlament mit echten Rechten in diesen Bereichen hinaus.

Doch die neoliberale Ausbeutung und europäische Küngelwirtschaft der letzten Jahrzehnte hat bei den meisten europäischen Staatsbürgern eher eine starke Europa-Ablehnung genährt, sodass es für die nächsten Jahrzehnte eher schwierig wird dafür Unterstützer zu finden.

Somit wird es beim anstehenden Eurocrash wohl eher zu einer Rückkehr zu nationalen Währungen kommen, einschließlich Rückfall in nationale Barbarei.

Auch ein Zusammenschluß der ‘Starken Eurostaaten’ um die ausstehenden Schulden bei den südlichen Euroländern einzutreiben, kann ich mir gut vorstellen. Wenn die nicht freiwillig generationenlang fronarbeiten wollen, dann wird man sie dazu zwingen wollen. Die dazu nötige vorbereitende Propaganda wird in den Mainstream-Medien bereits verbreitet und die Schwarz-Braunen wetzen schon die Messer um den Süden zu annektieren.

Für jegliche Lösungen im Rahmen einer Europäischen Idee wird wohl die Zeit nicht reichen. Zu groß ist der Einfluß der Mainstreammedien und zu wenige informieren sich selbst. Selbst denken wird da schwierig.

Und wenn es eng wird (und das wird es!), dann kehrt der Mensch gerne zu bewährten Rezepten zurück, statt Neues zu probieren. Die alten Rezepte kennen wir schon – diese feudalen Günstlingswirtschaften mit gottgegebenen Kaisern bis zu größenwahnsinnigen Führern an der Spitze. Und mit bewaffneten Schergen um die Bevölkerung zum gewünschten Handeln und Arbeiten für die herrschende Schicht zu bewegen.

Also werden wir wohl alle in ein paar Jahren morgens aufwachen um festzustellen, dass wir in einem neofeudalen Polizeistaat leben. Diejenigen aus dem Osten des Landes und noch aus DDR Zeiten werden sich sicher noch gut errinnern, was das heissen wird.

Oder jeder Einzelne in diesem Land fasst sich mal an die Nase und macht mit allen anderen Verarschten und Ausgebeuteten das Gleiche wie gerade die arabischen Nationen – einen Massenaufstand und Neuordnung der Regeln, hin zu einem besseren Staat und System. In Spanien, Portugal und Griechenland folgen bereits Menschen diesem Vorbild und gehen gemeinsam auf die Straße.

Du hast die Wahl: Untertane ohne Rechte  oder freier Mensch mit Mitentscheidungsrecht? Stimmvieh oder mündiger Bürger?

Wie entscheidest Du Dich?

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