Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan – n-tv.de

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Am 19. März 2011 – wenige Tage nach dem Tsunami und Erdbeben in Japan, fand Dörte Siedentopf klare Worte zur Zukunft in Japan. Heute, gut ein Jahr nach der Katastrophe haben sich alle Ihre Befürchtungen erfüllt und werden die Konsequenzen aus Tschnobyl bei weitem übertreffen.

Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan

Dörte Siedentopf bereist seit 20 Jahren verstrahlte Regionen rund um Tschernobyl. Dort und auch hier in Deutschland hilft sie Betroffenen der Katastrophe. Siedentopf ist Mitglied des IPPNW, der internationalen Ärztevereinigung für die Verhütung des Atomkrieges.

via Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan – n-tv.de.

Fukushima – Strahlenkrankheit erreicht Tokyo – YouTube, AJE

Mindestens eine Millionen Bequerel Strahlung pro Tag entweicht weiterhin aus dem AKW Fukushima Daichi in Japan seit dem Erdbeben und Tsunami im März 2011.

Experten sagen, dass die Gesamtmenge an entwichender Strahlung die in Tschnobyl freigesetze Menge übertrifft.

Dies macht Fukushima zum schlimmsten nuklearen Unfall in der Geschichte.

via Fukushima Radiation sickness spreading to Tokyo – YouTube.

Syrien und die Scheinheiligkeit des Westens | NachDenkSeiten

Syrien und die Scheinheiligkeit des Westens | NachDenkSeiten, 09.02.2012, Jens Berger

Was auch in Syrien vor fast einem Jahr als arabischer Frühling begann, hat sich zu einem offenen militärischen Konflikt ausgeweitet. Die NATO würde gerne ihren „Erfolg“ in Libyen wiederholen und ihren Einflussbereich in Nahost auch dort mit militärischen Mitteln ausweiten. Wenn despotische Diktaturen wie Saudi-Arabien und Katar in den NATO-Chor einstimmen und anderen Ländern bei der Demokratisierung „helfen“ wollen, ist Obacht geboten.

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Wenn man sich mit dem Thema Syrien auseinandersetzt, sollte man zunächst einmal tunlichst aufpassen, nicht in die Falle zu tappen, für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen. So sehr die machtpolitischen Ruchlosigkeit des Westens zu verurteilen ist, so sehr ist auch das syrische Assad-Regime zu verurteilen. Syrien ist eine lupenreine Einparteien-Diktatur, mit zahlreichen, miteinander konkurrierenden Geheimdiensten in der Menschenrechte systematisch verletzt werden und die politische Opposition seit Jahrzehnten brutal unterdrückt wird.

ACTA? Wat?

Auf Intiative der USA und Japan ist die Content-Lobby nach wie vor dran den freien Informationsfluß im Internet zu unterbinden. Wie weitreichend diese Möglichkeit sein sollen zeigen die Verhandlungen in den verschlossenen Hinterzimmern der EU mit den Lobbyvertretungen über das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement oder kurz ACTA. Was genau soll das aber sein?
Ein Anonymous Video gibt hier eine sehr klar aufbereitete vereinfachte Übersicht.

Diese Intiative soll von allen EU Staaten ratifiziert werden um anschließend als Gesetz in den Mitgliedsstaaten umgesetzt zu werden. Reminiszenzen an die Vorratsdatenspeicherung werden wach bei der nach einem ähnlichen Muster vorgegange wurde.
Ganz plötzlich sozusagen aus dem Nichts gäbe es in der EU diese Richtlinie die Staaten ohne Legitimation durch den Bürger dazu zwingt irgendwelche Gesetze durch zu prügeln unabhängig davon ob diese mit der Verfassung der einzelnen Mitgliedsstaaten vereinbar sind. Ohne Legitimation deshalb weil scheinbar jeder solch eine weitreichende Initiative ins Rollen bringen kann, auch Nicht-EU Staaten.
Das EU Parlament muß noch über die Richtlinie abstimmen aber es drängt sich einem der Verdacht auf das Lobbyisten und Wirtschaftvertreter dazu übergehen sich die Gesetze einfach gleich selbst zu schreiben und das Abnicken von Richtlinien den Politikern und Parlamenten überlassen.
Nachher stellen sich unsere Politiker wieder hin und behaupten dass sie ja dagegen wären aber sie müßten sich nun mal an die Richtlinien aus Brüssel halten wie das Beispiel unserer Justizministerin zeigt die zwar vorerst ihre Zustimmung nicht geben möchte aber erst Ende November hatte das Bundeskabinett beschlossen, ACTA zu unterzeichnen.
Dabei ist mir die Rolle von Frau Leutheusser-Schnarrenberger bei der Vorratsdatenspeicherung positiver in Erinnerung geblieben als sie als Justizministerin vor dem Verfassungsgericht Klägerin und Beklagte zugleich war. In einigen Foren wird schon diabolisch gewitzelt dass man die Fussballeuropameisterschaften abwarten sollte, dann kann man flux in einer Nacht und Nebel Aktion solch unpopulären Richtlinien durchbringen.

Starke vorzeitige Abnutzung im AKW San Onofre – WSJ.com

Seit einigen Tagen scheint es auch (wieder mal) Probleme im AKW San Onofre in Kalifornien zu geben. In den ersten Meldungen war zunächst von einem Leck die Rede. Nähere Untersuchen brachten das Ergebnis, dass tausende Rohre eines zwei Jahre alten  Wärmetauschers erhebliche Abnutzung zeigen, welche eher nach Jahrzehnten zu erwarten gewesen wären. Die betroffenen zwei Reaktoren wurden heruntergefahren.

Der Hersteller Mitsubishi Heavy Industries ist wohl vor Ort und versucht den möglichen Imageschaden zu begrenzen. Ebenso dürften Regressforderungen ein Thema werden.

In den letzten Meldungen wird sogar davon ausgegangen, dass durch einen Riss in den Rohren das Kühlsystem hätte ausfallen können. In diesem Fall käme es zu einer Kernschmelze im AKW ähnlich den Kernschmelzen in Fukushima.

Ich hoffe mal, dass Mitsubishi eine gute Erklärung liefert, welche den hohen Sicherheitsstandards der japanischen Atomindustrie gerecht werden.

Oder müssen wir mit weiteren tickenden Zeitbomben in den weltweiten AKWs mit Mitsubishi Beteiligung rechnen?

Quellen:

Siehe auch:

AKW Cattenom ignoriert mögliche Gefahren, zahlreiche Mängel

mwkel.rlp.de | Atomkraft.:

„Das Atomkraftwerk Cattenom gibt uns weiterhin großen Grund zur Sorge“, stellt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. „Wie der dortige Umgang mit einem offensichtlichen Konstruktionsfehler zeigt, scheint man mögliche Gefahren zu ignorieren. Das ist eindeutig der falsche Weg.“

Atomkraftwerk Cattenom: Störfall im Januar war schlimmer, als zunächst angenommen, idealo.de|Strom-News:

Im grenznahen Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich hat es im Januar einen Störfall gegeben. Dieser fiel auf der internationalen Ines-Skala (Sicherheitskala) erheblich schwerer aus, als man zunächst angenommen hatte. Schon bei einer Inspektion im vergangenen Jahr hatte man in Cattenom zahlreiche Mängel festgestellt.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit bis auch Europa das Schicksal Japans wird teilen müssen. Selbst eine lange Glücksträhne endet irgendwann…