Radioaktives Jod über Europa

enenews.com, 17. November 2011:

Seit Anfang November werden Spuren von radioaktivem Jod-131 in der Luft über Europa nachgewiesen. Die ursprüngliche Annahme, dass das Jod aus Japan stammen könnte, scheint sich nicht zu bestätigen. Auch die Theorie einer Freisetzung von Jod aus medizinischen Einrichtungen ist aufgrund der grossen Mengen sehr wenig wahrscheinlich.

Vielmehr gehen die verschiedenen Quellen von einem ernsthaften Raktorunfall in einem kommerziellem Kraftwerk oder einer Forschungseinrichtung in Europa aus.

Die IAEA hat am 11. November den Vorfall bestätigt. Eine Quelle für das radioaktive Jod konnte noch nicht gefunden werden.

Zeitgleich wird berichtet, dass es in Ungarn zu einer größeren Freisetzung von Jod-131 gekommen ist, welche jedoch nicht ausreichen soll für die gegenwärtig weitreichende Kontamination über Europa.

Film: WDR: Leben in der Todeszone

WDR: Leben in der Todeszone – Life in the deathzone (german, english subs), 007bratsche, 31. Oktober 2011:

Nach Berichten des WDR soll im Fukshima 1 im Reaktor 3 eine starke unkontrollierte Kernspaltung zwischen Uran und Plutonium stattgefunden. Der Reaktorinhalt soll bei der Explosion dabei zum größten Teil aus dem Reaktor entwichen sein. (bei 4:25s im Video)

Einer von den wenigen Beiträgen des öffentlichen-rechtlichen Fernsehen. Er deckt sich mit den Berichten im Netz und nennt die unangenehmen Wahrheiten beim Namen. Und wenn man die Nachrichten im Netz weiterverfolgt hat, dann ist der Bericht denoch nur die Spitze des Eisbergs.

Der Beitrag wurde mittlerweile vollständig von den Webseiten des deutschen Fernsehens und deren Mediatheken entfernt.

Massive Antiatom-Demo in Fukuoka mit über 10000 Teilnehmern

fukushima-diary.com, Nika, 13. November 2011:

Da waren über 10,000 Leute. Jeder versammelte sich in einem großen Park einige Stunden vor der Demonstration und es gab Podiumsdiskussionen, eine Taiko Trommel-Aufführung und verschiedene Läden mit Dingen und mit Informationen. Es war wirklich eine riesige Veranstaltung und gut organisiert. Dann begaben sich alle auf die Strassen und zogen durch Tenjin, einem größeren Zentrum der Stadt Fukuoka. Alles war friedlich, wohl organisiert und sehr beeindruckend. Es war wahrscheinlich eine der größten Antiatom-Demonstrationen in Japan bis Heute.

Für japanische Verhältnisse sind 10000 Teilnehmer ein ungeheuerliches Ereignis.