Tokyo, ein alter Mann und wahre Worte…

Nur Kinder, Narren und sehr alte Leute können es sich leisten, immer die Wahrheit zu sagen. (Winston Spencer Churchill)

Der japanische Altpolitker Ichiro Ozawa äußerte sich zutiefst besorgt und in ungewöhnlich klaren und direkten Worten über die aktuelle Entwicklung in Fukushima und befürchtet eine weitreichende Kontaminierung Japans bis hin zur Unbewohnbarkeit, wenn nicht umgehend alle Maßnahmen von Seiten der Regierung getroffen würden, die Freisetzung von Radioaktivität aus dem Kraftwerk zu beenden. Letztlich könnte auch der Großraum Tokyo bedroht werden, sollte es noch zu größeren Explosionen (Rekritikalität) im AKW  kommen oder eben dauerhaft weitere Radioaktivität austreten.

Geld lasse sich ersetzen, aber nicht das Land und das Leben der Menschen.

http://enenews.com/ozawa-be-able-live-japan-radiation-going-be-flowing-long-period-time

http://enenews.com/japan-senior-politician-if-we-do-nothing-even-tokyo-could-become-off-limits-the-government-doesnt-tell-the-truth

Skyclad: Tunnel Visionaries Lyrics, Jonah’s Arc, 1994

Vor Kurzem habe ich wieder mal in meiner Musiksammlung gesurft. Dabei sind mir zwei Alben von Skyclad aus dem jahre 1994 aufgefallen – ‘Jonah’s Arc’ und ‘The prince of the poverty line’. Die Liedtexte passen heute noch genauso wie damals und einige der ‘Prophezeiungen’ werden gerade Realität.

Ansonsten sind die Alben auch musikalisch empfehlenswert.

(Narration)

Nobody could have conceived in the final decade of the 20th century
That our humble affairs were being manipulated by computer interface.
Not a soul could have summised that the lives of billions were of
Less consequence than a decimal point in the stock exchanges of the world.
Rare few even questioned the relentless exploitation of our rapidly
Dwindling natural resources. And yet across the polished boardroom tables,

Beings immensely more devious than ourselves surveyed this defiled planet
With jaundiced eyes, and swiftly and ruthlessly, they hatched foul plots
Against us.

[ From: http://www.metrolyrics.com/tunnel-visionaries-lyrics-skyclad.html ]

End the war on drugs! Mach mit!

Wer sich einmal näher mit der aktuellen Drogenpolitik und den Versuchen der UN den Konsum von Drogen über Verbote und Strafverfolgung von diesem Planeten zu verdammen, dürfte bemerkt haben, dass der Plan irgendwie nicht aufging.

Je stärker die Herstellung, Vertrieb und der Konsum von psychotrophen Substanzen reglementiert wurde, desto stärker bildeten sich Schwarzmärkte und mafiöse Strukturen.

Besonders die USA haben sich bei diesem “War on Drugs” hervor getan. Mittlerweile ähnelt das Grenzgebiet zu Mexiko einem Kriegsgebiet. Mexikanische Mafia-Clans kontrollieren den Schmuggel von zumeist Kokain aber auch anderen Dingen in die USA. Durch die Prohibition ein prima Geschäft, welches immer größere Mengen Krimineller anlockt. Und die Kämpfe um den großen Kuchen fordern täglich Duzende von Toten. Sowohl bei den Mafiagangs als auch in der unbeteiligten Bevölkerung.

In Mittelamerika führen die USA einen Luft- und Bodenkrieg gegen Coca Plantagen und Cocabauern. Sie nutzen das Thema geschickt um die dortige Politik und Politiker in ihrem Sinne zu beeinflußen. Auch in anderen Teilen der Welt üben die USA massiven diplomatischen Druck auf Regierungen aus um Prohibition und Strafverfolgung zu erreichen und maximal zu verschärfen. Selbst Länder in denen Drogenkonsum Bestandteil der eigenen Kultur war, wurden die Regierungen entweder überzeugt, gekauft oder schlicht erpresst – Wirtschafthilfe gegen Mithilfe beim Drogenkrieg.

Da offensichtlich die Gesetze des Marktes auch in diesem Zusammenhang universal gelten, wird sich das Ziel der vornehmlich von westlichen Staaten propagierten Drogenprohibition und Befreiung von Übel kaum realisieren lassen. Wo eine Nachfrage ist, existiert auch ein Markt.

Tausendfaches Leid kann beendet werden, wenn dieser Unfug umgehend beendet wird. Durch die Tolerierung – und natürlich gegebenenfalls Reglementierung – des Gebrauchs, der Herstellung und des Vertriebs von “Drogen” wird dem Schwarzmarkt umgehend die existenzielle Grundlage entzogen.

Deshalb der Aufruf zur einer Aktion um genau dies zu erreichen. Link zum Mitmachen: http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/

Liebe Freundinnen und Freunde,

in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden. Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen.

Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission – darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko und anderen Staaten – das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen.

Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein — wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern. Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, doch sei die Gesellschaft noch nicht bereit für eine Alternative. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir eine bedachte und humane Politik nicht nur akzeptieren — sondern verlangen. Klicken Sie auf den Link, unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie es weiter — wenn wir 1 Million Stimmen sammeln, wird die Petition von der globalen Kommission persönlich an führende Regierungschefs übergeben:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs

Mehr als 50 Jahre lang hat die derzeitige Drogenpolitik in jeder Hinsicht versagt, doch die öffentliche Debatte hat sich festgefahren, zwischen Angst und Fehlinformationen. Jeder, selbst das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, welches für die Umsetzung dieses Ansatzes verantwortlich ist, stimmt zu. Das Militär und die Polizei einzusetzen, um Drogenfarmen niederzubrennen, Drogenhändler zur Strecke zu bringen und Händler und Süchtige einzusperren ist ein teurer Fehler, der unzähligen Menschen das Leben kostet. Von Afghanistan über Mexiko bis in die USA zerstört der illegale Drogenhandel Staaten auf der ganzen Welt, während Abhängigkeit, Todesfälle wegen Überdosis und HIV/Aids-Infektionen weiter zunehmen.

Indes haben Länder mit einer weniger strikten Gesetzeslage — wie die Schweiz, Portugal, die Niederlande und Australien — nicht den explosionsartigen Anstieg des Drogenkonsums beobachten müssen, der von den Befürwortern des Drogenkriegs prophezeit wurde. Stattdessen wurde dort sowohl ein wesentlicher Rückgang von drogenbedingten Verbrechen festgestellt, als auch niedrigere Abhängigkeitsraten und weniger Todesfälle. Diese Länder können sich demnach voll und ganz auf die Bekämpfung von organisierten Verbrechen konzentrieren.

Doch mächtige Lobby-Interessen stehen dem Wandel im Weg. Hierzu zählen das Militär, Strafverfolgungsbehörden und Justizvollzugsanstalten, die alle die Streichung Ihrer Haushaltsgelder fürchten. Und die Politker fürchten sich vor einer Abwahl durch die Bürger, denn sie glauben, dass eine Unterstützung liberaler Ansätze als Schwäche im Bereich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgelegt werden würde. Doch viele ehemalige Minister und Staatschefs haben sich nach dem Verlassen ihrer Ämter für eine Reform ausgesprochen, und Umfragen zufolge wissen Bürger auf der ganzen Welt, dass der gegenwärtige Ansatz katastrophale Folgen hat. Doch die neue Strategie erhält immer mehr Unterstützung, vorallem in den Gebieten, die von dem Drogenkrieg heimgesucht sind.

Wenn es uns gelingt in den nächsten Tagen einen weltweiten Aufschrei zur Unterstützung des mutigen Vorstoßes der globalen Kommission einzuleiten, dann können wir die altbekannten Ausreden für den Status Quo übertönen. Unsere Stimmen halten den Schlüssel zum Wandel — Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten von der Kampagne:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs

Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, das Schlusskapitel dieses brutalen “Krieges” einzuläuten, der Millionen von Menschenleben zerstört hat. Nur die Weltöffentlichkeit kann bestimmen, ob dieser katastrophalen Politik ein Ende gesetzt wird, oder ob Politiker vor einer Reform zurückscheuen werden. Lassen Sie uns die Bedenken und Befürchtungen der Entscheidungsträger aus dem Weg räumen und sie gemeinsam zur Vernunft bringen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Alice, Laura, Ricken, Maria Paz, Shibayan und das ganze Avaaz-Team

Quellen:

Ein Geheimbericht erklärt den „Anti-Drogen-Krieg“ für gescheitert
http://de.wikinews.org/wiki/Gro%C3%9Fbritannien:_Geheimbericht_erkl%C3%A4rt_Anti-Drogen-Krieg_f%C3%BCr_gescheitert

und auf Englisch, The Guardian:
http://www.guardian.co.uk/uk/2005/jul/05/drugsandalcohol.freedomofinformation

Berichte zeigen, dass alternative Ansätze auf der Basis von Regulierung und Entkriminsalisierung funktionieren (auf Englisch):
http://idpc.net/publications/alternative-strategies-selected-publications

Weniger Heroinkonsumenten in Zürich, Ärzteblatt
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24419

Die Prohibition ist gescheitert, The European
http://www.theeuropean.de/maximilian-plenert/3149-legalisierung-von-drogen

Krieg gegen Drogen ist gescheitert, Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/politik/meinung/krieg-gegen-drogen-ist-gescheitert/-/1472602/4812886/-/index.html

Die “Global Comission on Drug Policy”, welche die UNO aufruft den Drogenkrieg zu beenden (auf Englisch):
http://www.globalcommissionondrugs.org/Documents.aspx

Dossier Drogenkrieg, Spiegel:
http://www.spiegel.de/thema/drogen_mexiko/

Fakten zum globalen Drogenkrieg, Spiegel:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57631.html

200 Sv/h am Fukushima Reaktor Nr. 1 gemessen

Wie auf http://atmc.jp/plant/rad/?n=1 (Translation)(EneNews)(InfiniteUnknown) berichtet wird, soll sich am 22. Mai 2011 die Strahlung außerhalb des Reaktordruckbehälters von Reaktor 1 sprunghaft auf 200 Sievert pro Stunde erhöht haben. Diese Dosis ist nach zwei Minuten tödlich.

Verschiedene Quellen gehen (siehe Linksammlung) gehen davon aus, dass der geschmolzene Kern das Betonfundament des Containments erreicht hat und sich nun durch das Fundament schmilzt.

Zudem wird befürchtet, dass es zu einer Wasserdampexplosion kommen könnte, wenn die Schmelze nach Druchbrechen des Fundaments schließlich das Grundwasser erreicht.

Zusätzlich dreht der Wind zur Zeit in eine sehr ungünstige Richtung. Sollte in den nächsten Stunden größere Mengen Radioaktivität aus dem Kraftwerk entweichen, so könnte dies zur einer entsprechend stärkeren Kontamination des japanischen Inlandes führen als dies ohnehin bereits der Fall ist.

Die Auswirkungen von DU Munition

‘DU Munition’ ist ein Euphemismus für aus Atommüll hergestellte Munition.

DU steht für ‘depleted uranium’ – abgereichertes Uran im Deutschen. Überlicherweise bleibt es bei der Aufbereitung von Brennstäben bzw. bei Anreicherung zurück.  DU ist für nichts mehr nütze, radioaktiv und giftig und muss entsprechend end-gelagert werden.

Die Amerikaner haben einen besseren Weg ihren Müll loszuwerden. Die verballern den einfach bei ihren Feldzügen. Mittlerweile wurden deshalb bereits Gebiete vom Kosovo, dem Irak, Afganistan und zuletzt Libyen durch die Amerikaner radioaktiv kontaminiert.

In Anbetracht, dass DU eine geringere Aktivität als die aktuellen Falloutwolken aus Fukushima  hat, sollten einem die folgenden Bilder vor Augen führen, was auf uns zukommen wird.

Externe Links:

Nuclear industry propaganda about low-level radiation is “absolute rubbish” says physician who taught at Harvard Med School — It’s all about internal emitters

Quelle: http://enenews.com/nuclear-industry-propaganda-about-low-level-radiation-is-absolute-rubbish-says-physician-who-taught-at-harvard-med-school-its-all-about-internal-emitters-video

HELEN CALDICOTT: … Up to a million people have already died from Chernobyl, and people will continue to die from cancer for virtually the rest of time. What we should know is that a millionth of a gram of plutonium, or less, can induce cancer, or will induce cancer. Each reactor has 250 kilos, or 500 pounds, of plutonium in it. You know, there’s enough plutonium in these reactors to kill everyone on earth.

Now, what George doesn’t understand… You don’t understand internal emitters. I was commissioned to write an article for the New England Journal of Medicine about the dangers of nuclear power. I spent a year researching it. You’ve bought the propaganda from the nuclear industry. They say it’s low-level radiation. That’s absolute rubbish. If you inhale a millionth of a gram of plutonium, the surrounding cells receive a very, very high dose. Most die within that area, because it’s an alpha emitter. The cells on the periphery remain viable. They mutate, and the regulatory genes are damaged. Years later, that person develops cancer. Now, that’s true for radioactive iodine, that goes to the thyroid; cesium-137, that goes to the brain and muscles; strontium-90 goes to bone, causing bone cancer and leukemia. It’s imperative, George, because you’re highly intelligent and a very important commentator, that you understand internal emitters and radiation, and it’s not low level to the cells that are exposed. Radiobiology is imperative to understand these days. …

As it leaks into the water over time, it will bioconcentrate in the food chains, in the breast milk, in the fetuses, that are thousands of times more radiosensitive than adults. One x-ray to the pregnant abdomen doubles the incidence of leukemia in the child. And over time, nuclear waste will induce epidemics of cancer, leukemia and genetic disease, and random compulsory genetic engineering. And we’re not the only species with genes, of course. It’s plants and animals. So, this is an absolute catastrophe, the likes of which the world has never seen before. …

I’m a physician, highly trained. I was on the faculty at Harvard Medical School. My specialty is cystic fibrosis, the most common genetic disease of childhood. …

[I]t’s imperative that people understand that internal emitters cause cancer, but the incubation time for cancer is any time from two to 60 years. …

Atomkraft und die Zukunft der Biosphäre

Die Katastrophe von Three Miles Island und Tschnobyl schienen schon vergessen, doch seit Fukushima ist der Begriff Radioaktivität als Folge der Atomkraft wieder in aller Munde.

Trotz beunruhigender Zahlen zur freigesetzten Radioaktivität und trotz des Eingeständnis einer dreifachen vollständigen Kernschmelze wird der Unfall von offizieller Seite immer noch verharmlost. Und obgleich uns immer wieder das Gegenteil versichert wird, so sollte uns alle die massenhafte Freisetzung radioaktiver Isotope in unsere Umwelt zutiefst beunruhigen.

Die Folgen für den Einzelnen

Denn die freigesetzten radioaktiven Isotope verteilen sich nach und nach gleichmäßig über den ganzen Planeten und erhöhen das Niveau der Hintergrundstrahlung. Sie reichern sich in der Nahrungskette an und werden mit Wasser und Nahrungsmitteln auch in unsere Körper aufgenommen. Zerfallen die aufgenommen Isotope dann im Körper so besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass durch die dabei entstehende Strahlung – egal welcher Art und Energie – das Erbgut der benachbarten Zellen beschädigen wird.

Diese Schädigungen können nur bedingt repariert werden und sammeln sich im Erbgut jeder Zelle über die Zeit an. Da die Zellen meist nur kleine Teile des Erbgutes regelmäßig benötigen, fallen solche Fehler erst zu einem späteren Zeitpunkt auf.  Letztlich haben sich soviele Fehler angeammelt,  dass solche Zellen absterben oder ihre Funktion nicht mehr erfüllen.  Andere Zellen beginnen stattdessen damit, sich unaufhörlich zu teilen. Das betroffene Individuum stirbt letztlich an Krebs.

Die Folgen für die Biosphäre und letztlich auch unsere Art

Viel schwerwiegender als die bedauerlichen Einzelschicksale sind jedoch die Schäden im Erbgut der Keimbahnzellen komplexer vielzelliger Lebewesen. Auch hier sammeln sich die Defekte im Laufe der Zeit an und werden bei der Fortpflanzung an die nächste Generation übergeben. Die sich entwickelnden Zellen rufen dabei den gesamten Bauplan ihrer Art im Ergut ab. Er beschreibt das komplexe Programm um aus einer einzigen Zelle ein Lebenwesen aus vielen Milliarden von Zellen zu formen, welches sich eindeutig dieser Art zu ordnen läßt.

Die angesammelten beschädigten Gensequenzen können bei dieser Aufgabe zu erheblichen Ausfällen und Entwicklungsstörungen führen. Bei zu großen Schäden kommt der Bauplan komplett durcheinander und der Embryo stirbt bereits früh ab. Bei weniger großen Defekten reicht es vieleicht noch für ein kurzes Leben. Lediglich jene Individuen mit weitgehend fehlerfreiem Erbgut werden das fortpflanzungsfähige Alter erreichen und eine Chance erhalten das eigene Erbgut und die bis dahin neu entstandenen Defekte weitergeben zu können.

Zu jedem Zeitpunkt müssen die Eltern dabei in der Lage sein, sich und die Nachkommen zu ernähren und als Gruppe zu überleben.  Gehen diese Fähigkeiten durch die angesammelten Gendefekte verloren, dann stirbt diese Art unweigerlich aus.

Die Schädigung des Erbguts durch Radioaktivität betrifft jede Lebensform auf diesem Planeten – die gesamte Biosshäre. Die tierischen Lebensformen mit ihren komplizierten Körpern betrifft es deutlich stärker als das Leben der Pflanzen und Einzeller. Arten mit kurzem Lebenszyklus und vielen Nachkommen haben die besten Chancen.

Die Schädigung des Erbguts betrifft insbesonders den Menschen, welcher seinen evoltionären Erfolg vor Allem einem hochkomplizierten Gehirn und einem langen Leben verdankt. Beides ist unter den Bedingungen einer stärker kontaminierten Umwelt evolutionärer Luxus und möglicherweise nicht länger realisierbar. Denn wir pflanzen uns zu langsam und in zu geringer Anzahl fort um durch die Mechnismen der natürlichen Auslese die forcierten Gendefekte langfristig wieder auszusortieren.

Ist es vieleicht schon zu spät?

Das hängt primär davon ab, wieviel Radioisotope bereits freigesetzt wurden und noch durch Fukushima und zukünftige Unfälle freigesetzt werden.

Bis zu einem gewissen Punkt werden wir die Chance haben die Freisetzung von Radioisotopen zu beenden und als Art langfristig zu überleben. Danach werden einfach aussterben – ganz, ganz langsam über viele Generationen.

Ob wir diesen Punkt bereits erreicht haben ist schwer zu sagen. Sicher ist nur eines – haben wir die kritsche Menge an Strahlung erst einmal freigesetzt, dann gibt es keinen Weg dies rückgängig zu machen. Außer natürlich dem einen Weg – Ein paar Jahrhunderte abwarten.

Dann können wir nur hoffen, daß die Strahlung in den nächsten Jahrhunderten schneller abnimmt als sich die Gendefekte und Genverluste über die Zeit vermehren. Wir müssen hoffen, dass wir über die Generationen nicht unseren Intelekt einbüßen und unsere späten Nachfahren die Büchse der Pandora unwissend wieder öffnen indem sie unsere strahlenden Hinterlassenschaften wieder ausgraben.

Jeder muss für sich entscheiden, ob er lieber mit Atomkraft in jungen Jahren an Krebs sterben möchte, oder mit EE und ggfs. notwendigen Einschränkungen eher doch lieber an Alterschwäche.