Berichte über Mutationen in der Tierwelt häufen sich.

Auf fukushima-diary.com wird in den letzten Wochen vermehrt über ungewöhnliche Mutationen und Todesfälle in der Tierwelt und Riesenwuchs und Fehlregulierungen bei Pflanzen berichtet. Die ersten Berichte fanden sich aber bereits vor über einem Jahr.

Sicherlich kommen solche Mutationen auch im Gewöhnlichen vor. Und aufgrund des Reaktorunfalls dürften einige Japaner jetzt aufmerksamer sein und einfach solche Dinge eher wahrnehmen. In diesem Fall sollten wir sowas bei uns im Lande auch finden können, sofern nur jemand danach sucht.

Oder … es hat sich tatsächlich in Japan etwas geändert und der Gedanke an Fukushima und die erhöhte Radioaktivität als Ursache ist naheliegend.

Die Abklingbecken von Fukushima. Ein ungelöstes Problem.

Die Abklingbecken der Reaktoren in Fukushima bergen die grösste Gefahr für Japan und die nördliche Hemisphäre des Planeten. Sollten die Becken leckschlagen oder aufgrund eines sehr starken Erbebens (>M7) herabstürzen, so wird es nicht mehr möglich sein den dort gelagerten verbrauchten Brennstoff ausreichend zu kühlen. Ebenso entfällt dann die abschirmende Wirkung des Kühlwassers auf die starke radioaktive Strahlung.
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Fukushima – Strahlenkrankheit erreicht Tokyo – YouTube, AJE

Mindestens eine Millionen Bequerel Strahlung pro Tag entweicht weiterhin aus dem AKW Fukushima Daichi in Japan seit dem Erdbeben und Tsunami im März 2011.

Experten sagen, dass die Gesamtmenge an entwichender Strahlung die in Tschnobyl freigesetze Menge übertrifft.

Dies macht Fukushima zum schlimmsten nuklearen Unfall in der Geschichte.

via Fukushima Radiation sickness spreading to Tokyo – YouTube.

Starke vorzeitige Abnutzung im AKW San Onofre – WSJ.com

Seit einigen Tagen scheint es auch (wieder mal) Probleme im AKW San Onofre in Kalifornien zu geben. In den ersten Meldungen war zunächst von einem Leck die Rede. Nähere Untersuchen brachten das Ergebnis, dass tausende Rohre eines zwei Jahre alten  Wärmetauschers erhebliche Abnutzung zeigen, welche eher nach Jahrzehnten zu erwarten gewesen wären. Die betroffenen zwei Reaktoren wurden heruntergefahren.

Der Hersteller Mitsubishi Heavy Industries ist wohl vor Ort und versucht den möglichen Imageschaden zu begrenzen. Ebenso dürften Regressforderungen ein Thema werden.

In den letzten Meldungen wird sogar davon ausgegangen, dass durch einen Riss in den Rohren das Kühlsystem hätte ausfallen können. In diesem Fall käme es zu einer Kernschmelze im AKW ähnlich den Kernschmelzen in Fukushima.

Ich hoffe mal, dass Mitsubishi eine gute Erklärung liefert, welche den hohen Sicherheitsstandards der japanischen Atomindustrie gerecht werden.

Oder müssen wir mit weiteren tickenden Zeitbomben in den weltweiten AKWs mit Mitsubishi Beteiligung rechnen?

Quellen:

Siehe auch:

AKW Cattenom ignoriert mögliche Gefahren, zahlreiche Mängel

mwkel.rlp.de | Atomkraft.:

„Das Atomkraftwerk Cattenom gibt uns weiterhin großen Grund zur Sorge“, stellt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. „Wie der dortige Umgang mit einem offensichtlichen Konstruktionsfehler zeigt, scheint man mögliche Gefahren zu ignorieren. Das ist eindeutig der falsche Weg.“

Atomkraftwerk Cattenom: Störfall im Januar war schlimmer, als zunächst angenommen, idealo.de|Strom-News:

Im grenznahen Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich hat es im Januar einen Störfall gegeben. Dieser fiel auf der internationalen Ines-Skala (Sicherheitskala) erheblich schwerer aus, als man zunächst angenommen hatte. Schon bei einer Inspektion im vergangenen Jahr hatte man in Cattenom zahlreiche Mängel festgestellt.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit bis auch Europa das Schicksal Japans wird teilen müssen. Selbst eine lange Glücksträhne endet irgendwann…

The low-level nuclear threat : Nature

The low-level nuclear threat, Nature, 2. Februar 2012:

Die Angst vor den Folgen eines atomaren Schlages suchte die Politiker und Wissenschaftler des Kalten Krieges heim. Jahrelang arbeiteten die Forscher auf der ganzen Welt an massiven und systematischen Programmen um zu verstehen, wie ionisierende Strahlung die Überlebenden einer [atomaren] Explosion beeinflussen könnte. Continue reading

Zwischenfall in Byron: AKW wird heruntergefahren

GreenPeace, 31.01.2012,Benjamin Borgerding:

In Byron im US-Bundesstaat Illinois musste gestern ein Atomkraftwerk heruntergefahren werden. Nach einem Stromausfall wurde die Energieversorgung der Anlage mit Notstrom-Generatoren aufrecht erhalten. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurde zudem Dampf mit radioaktivem Tritium abgelassen.

Interview mit Sebastian Pflugbeil zu Fukushima

Die Geldmaschine, TAZ, 28.11.2011:

[…]

“Die japanische Regierung hat momentan in der Problembewältigung eine ,abenteuerliche’ Stoßrichtung, sie macht Propaganda dafür, dass alle Präfekturen Japans einen Teil des kontaminierten Mülls abnehmen und in Müllverbrennungsanlagen entsorgen. Die sind aber gar nicht auf die Rückhaltung von radioaktivem Dreck ausgelegt. Das wirkt dann wie ein Staubsauger, nur verkehrt herum. Der Dreck wird in die Luft geblasen und über ganz Japan verteilt. Das ist dermaßen schwachsinnig.”

[…]

Das relativ aktuelle Interview fasst den gegenwärtigen Stand der Vorgänge in Japan zusammen.

Auch mir drängt sich nach täglicher SIchtung der aktuellen Nachrichten zu Fukushima zunehmend die Frage auf, ob Japan tatsächlich von Schwachsinnigen regiert wird.

Radioaktives Jod über Europa

enenews.com, 17. November 2011:

Seit Anfang November werden Spuren von radioaktivem Jod-131 in der Luft über Europa nachgewiesen. Die ursprüngliche Annahme, dass das Jod aus Japan stammen könnte, scheint sich nicht zu bestätigen. Auch die Theorie einer Freisetzung von Jod aus medizinischen Einrichtungen ist aufgrund der grossen Mengen sehr wenig wahrscheinlich.

Vielmehr gehen die verschiedenen Quellen von einem ernsthaften Raktorunfall in einem kommerziellem Kraftwerk oder einer Forschungseinrichtung in Europa aus.

Die IAEA hat am 11. November den Vorfall bestätigt. Eine Quelle für das radioaktive Jod konnte noch nicht gefunden werden.

Zeitgleich wird berichtet, dass es in Ungarn zu einer größeren Freisetzung von Jod-131 gekommen ist, welche jedoch nicht ausreichen soll für die gegenwärtig weitreichende Kontamination über Europa.