Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan – n-tv.de

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Am 19. März 2011 – wenige Tage nach dem Tsunami und Erdbeben in Japan, fand Dörte Siedentopf klare Worte zur Zukunft in Japan. Heute, gut ein Jahr nach der Katastrophe haben sich alle Ihre Befürchtungen erfüllt und werden die Konsequenzen aus Tschnobyl bei weitem übertreffen.

Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan

Dörte Siedentopf bereist seit 20 Jahren verstrahlte Regionen rund um Tschernobyl. Dort und auch hier in Deutschland hilft sie Betroffenen der Katastrophe. Siedentopf ist Mitglied des IPPNW, der internationalen Ärztevereinigung für die Verhütung des Atomkrieges.

via Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan – n-tv.de.

Fukushima – Strahlenkrankheit erreicht Tokyo – YouTube, AJE

Mindestens eine Millionen Bequerel Strahlung pro Tag entweicht weiterhin aus dem AKW Fukushima Daichi in Japan seit dem Erdbeben und Tsunami im März 2011.

Experten sagen, dass die Gesamtmenge an entwichender Strahlung die in Tschnobyl freigesetze Menge übertrifft.

Dies macht Fukushima zum schlimmsten nuklearen Unfall in der Geschichte.

via Fukushima Radiation sickness spreading to Tokyo – YouTube.

Starke vorzeitige Abnutzung im AKW San Onofre – WSJ.com

Seit einigen Tagen scheint es auch (wieder mal) Probleme im AKW San Onofre in Kalifornien zu geben. In den ersten Meldungen war zunächst von einem Leck die Rede. Nähere Untersuchen brachten das Ergebnis, dass tausende Rohre eines zwei Jahre alten  Wärmetauschers erhebliche Abnutzung zeigen, welche eher nach Jahrzehnten zu erwarten gewesen wären. Die betroffenen zwei Reaktoren wurden heruntergefahren.

Der Hersteller Mitsubishi Heavy Industries ist wohl vor Ort und versucht den möglichen Imageschaden zu begrenzen. Ebenso dürften Regressforderungen ein Thema werden.

In den letzten Meldungen wird sogar davon ausgegangen, dass durch einen Riss in den Rohren das Kühlsystem hätte ausfallen können. In diesem Fall käme es zu einer Kernschmelze im AKW ähnlich den Kernschmelzen in Fukushima.

Ich hoffe mal, dass Mitsubishi eine gute Erklärung liefert, welche den hohen Sicherheitsstandards der japanischen Atomindustrie gerecht werden.

Oder müssen wir mit weiteren tickenden Zeitbomben in den weltweiten AKWs mit Mitsubishi Beteiligung rechnen?

Quellen:

Siehe auch:

AKW Cattenom ignoriert mögliche Gefahren, zahlreiche Mängel

mwkel.rlp.de | Atomkraft.:

„Das Atomkraftwerk Cattenom gibt uns weiterhin großen Grund zur Sorge“, stellt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. „Wie der dortige Umgang mit einem offensichtlichen Konstruktionsfehler zeigt, scheint man mögliche Gefahren zu ignorieren. Das ist eindeutig der falsche Weg.“

Atomkraftwerk Cattenom: Störfall im Januar war schlimmer, als zunächst angenommen, idealo.de|Strom-News:

Im grenznahen Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich hat es im Januar einen Störfall gegeben. Dieser fiel auf der internationalen Ines-Skala (Sicherheitskala) erheblich schwerer aus, als man zunächst angenommen hatte. Schon bei einer Inspektion im vergangenen Jahr hatte man in Cattenom zahlreiche Mängel festgestellt.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit bis auch Europa das Schicksal Japans wird teilen müssen. Selbst eine lange Glücksträhne endet irgendwann…