Berichte über Mutationen in der Tierwelt häufen sich.

Auf fukushima-diary.com wird in den letzten Wochen vermehrt über ungewöhnliche Mutationen und Todesfälle in der Tierwelt und Riesenwuchs und Fehlregulierungen bei Pflanzen berichtet. Die ersten Berichte fanden sich aber bereits vor über einem Jahr.

Sicherlich kommen solche Mutationen auch im Gewöhnlichen vor. Und aufgrund des Reaktorunfalls dürften einige Japaner jetzt aufmerksamer sein und einfach solche Dinge eher wahrnehmen. In diesem Fall sollten wir sowas bei uns im Lande auch finden können, sofern nur jemand danach sucht.

Oder … es hat sich tatsächlich in Japan etwas geändert und der Gedanke an Fukushima und die erhöhte Radioaktivität als Ursache ist naheliegend.

Saikado hantai! Protest der Verzweifelten vor dem AKW Ooi in Japan

Auf Anordnung des japanischen Premierministers Noda sollen die Reaktoren des AKW OOi wieder angefahren werden, obwohl die Mehrheit der Japaner nach aktuellen Umfragen zu über 70% Atomkraft ablehnen. Die Atommafia scheint hier massiven Druck auf Noda und die Regierung ausgeübt zu haben. Denn das Handeln von Noda ist politisch unklug und richtet sich klar gegen den Volkswillen. Continue reading

Die Abklingbecken von Fukushima. Ein ungelöstes Problem.

Die Abklingbecken der Reaktoren in Fukushima bergen die grösste Gefahr für Japan und die nördliche Hemisphäre des Planeten. Sollten die Becken leckschlagen oder aufgrund eines sehr starken Erbebens (>M7) herabstürzen, so wird es nicht mehr möglich sein den dort gelagerten verbrauchten Brennstoff ausreichend zu kühlen. Ebenso entfällt dann die abschirmende Wirkung des Kühlwassers auf die starke radioaktive Strahlung.
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Die schwarze Substanz in Fukushima

Auf Fukushima-Diary  (1, 2, 3)  bzw. enenews wird seit geraumer Zeit von einer schwarzen Substanz berichtet, welche zuerst in Minamisoma beobachtet wurde und sich von selbst vermehrt. Diese Substanz zeichnet sich durch eine hohe Radioaktivität und Akkumulation von Radioisotopen aus. Mittlerweile wird sie auch in weiter von Fukushima entfernten Orten wie Tokyo beobachtet.

Angeblich soll es sich dabei um Cyanobakterien (früher Blaualgen genannt) handeln. Die Bakterien besitzen die Fähigkeit zur Photosynthese und gelten als eine der ältesten Lebensformen auf diesem Planeten, welche bereits seit 3.5 Milliarden existieren. Nach der Endosymbioten Theorie sind die Chloroplasten, die photosynthetischen Zellorganellen  der heutigen eukaryontischen Pflanzen, aus inkorporierten Cyanobakterien entstanden.

Nach vor gut 1,5 bis 2 Milliarden war der natürliche Gehalt an spaltbarem Uran-235 in der Erdkruste ausreichend hoch, dass sich natürliche Atomreaktoren bilden konnten. Der Naturreaktor Oklo ist hierfür das bekannteste Beispiel.

Die Cyanobakterien hatten also bereits 1.5 bis 2 Milliarden Jahre lang zuvor in einer Umwelt exitiert, welche durch die freigesetzen Spaltprodukte dieser Reaktoren eine erhöhte Radioaktivität sowie der primordialen Radioaktivität aus der Entstehungszeit des Sonnensystems aufgewiesen haben muss.

Die höheren Lebewesen auf Basis der eukaryontischen Zellarchitektur, also alle Pflanzen und Tiere wie wir sie heute kennen, haben sich erst nach Beendigung dieser natürlichen Kernspaltungen entwickelt. Oder man mag mutmassen – entwickeln können. Denn nur in einer weniger radioaktiven Umwelt ist die Entwicklung und fehlerfreie Weitergabe eines hochkomplexen und umfangreichen Erbguts möglich.

Damit wirft die explosionsartige Vermehrung von Cyanobakterien einige interessante Fragen auf. Durch die Kontamination grosser Bereiche Japans durch die Reaktorkatastrophen von Fukushima wurde eine Umwelt geschaffen, wie sie zuletzt vor sehr sehr langer Zeit auf diesem Planeten existiert hat.

Die Cyanobakterien scheinen sich in dieser künstlich erschaffenen archaischen Umwelt sehr wohl zu fühlen und prächtig zu gedeihen. Auch wenn es schwer zu glauben ist, mag das Erbgut der Cyanobakterien noch Informationen aus dieser frühen Zeit enthalten, welche nun einen evolutionären Vorteil bedeuten.

Die interessanteste Frage für mich ist nun, ob auch die eukaryontischen Lebewesen mit dieser Umwelt zurechtkommen. Denn es gab seit ihrer Entstehung keine ähnlich stark radioaktive Umwelt und damit auch keine evolutionäre Notwendigkeit entsprechende resistente Gene und daraus synthetisierte Proteine zu entwickeln.

Wenn nicht, dann könnte es darauf hinauslaufen, dass die Eukaryonten von den älteren Cynobakterien und ähnlich urzeitlichen Erdbewohnern langfristig verdrängt werden.

Mit anderen Worten: Werden die Eukaryonten – also Pflanzen, Tiere und auch der Mensch – in den nächsten Jahrhunderten in den vom radioaktiven Fallout betroffenen Regionen größtenteils aussterben?

放射能メモ 「フクシマのうそ」英語字幕(The Fukushima Lie)

Es heisst, dass der Prophet im eigenen Land nichts zählt.

In Deutschland, Europa und den USA gibt es immer noch eine grosse Anzahl Menschen, welche den Versprechungen der Atomlobby glauben. Diejenigen, welche seit 30 Jahren vor der Atomenergie warnen, werden als Ökospinner diffamiert. Was sollte den schon passieren? Haben wir nicht Alle Wichtigeres zu tun?
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Das Erbe Tschernobyls in Bildern

Am 26. April 1986 entfesselte der Reaktor 4 in Tschnobyl eine durch und durch moderne Plage, welche Städte entvölkerte, ganze Regionen verdammte und unsichtbar in die Körper jener eindringt, welche dieser destruktiven Präsenz ausgesetzt sind.

Chernobyl Legacy – Paul Fusco
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Kompletter Durchbruch der Kernschmelze innerhalb von 15 Stunden möglich

Corium may have been penetrated completely 15 hours after meltdown | Fukushima Diary:

Im Jahre 1981 führte die US Nuklearaufsichtskommision (NRC) eine Simulation eines kraftwerksweiten Stromausfalls für den Block 1 des Browns Ferry AKW durch.

Das Browns Ferry AKW verwendet einen GE Mark 1 Reaktor, den gleichen Typ wie die Fukushima Kraftwerke.

Es wurde die selbe Situation angenommen wie am 11.März.2011 in Japan.

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Petkau-Effekt und ionisierende Niedrigdosis-Strahlung

„Seit Jahrzehnten ist epidemiologisch einwandfrei nachgewiesen, dass inkorporierte Spaltprodukte aus der Atomenergieerzeugung überlineare Wirkungen haben. Trotzdem halten die Internationalen Strahlenschutzgremien eisern am Dogma der generellen Linearität fest: halbe Dosis, halbe Wirkung.“ (Ralph Graeub, Schweizer Chemiker)

[…]

„Bei kurzzeitiger Bestrahlung mit 0.26 Gy pro Minute war die totale Dosis von 35 Gy nötig, um die Zellmembranen zu zerstören. Bei gedehnter Bestrahlung mit nur 0.00001 Gy pro Minute war jedoch nur die totale Dosis von 0.007 Gy zur Zerstörung der Zellmembranen erforderlich. Bei gedehnter Bestrahlung war also eine 5000mal kleinere Dosis zur Zerstörung notwendig.“

(Reto Stöckli: Eine kurze Geschichte über die Radioaktivität. Sursee (CH) 1993)

via Petkau-Effekt und ionisierende Niedrigdosis-Strahlung.

Auch dazu: