Fukushima, Ft.Calhound, radioaktive Luftfilter und das Schweigen im Blätterwald

Ein Blog von Arthur Hu, Asian Week, fasst die aktuellen Ereignisse von Fukushima, sowie die neuen in Fort Calhoun hervorragend zusammen. Leider hat er sich ein wenig in Rage geschrieben und versteigt sich am Ende leider in relativierendes Gelabber. Die Kommentare unter dem Blog  sollte man deshalb auch lesen.
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Schnee in Montana, Land unter in Nebraska und die Fast-Kernschmelze im AKW Fort Calhoun

Während sich die Presse in Deutschland weitgehend mit EHEC beschäftigt und damit von den Ereignissen in Nordafrika bis Syrien und der Vorgängen in Fukushima  ablenken kann, entwickeln sich einige Dinge in den USA ebenfalls in eine ungünstige Richtung.
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End the war on drugs! Mach mit!

Wer sich einmal näher mit der aktuellen Drogenpolitik und den Versuchen der UN den Konsum von Drogen über Verbote und Strafverfolgung von diesem Planeten zu verdammen, dürfte bemerkt haben, dass der Plan irgendwie nicht aufging.

Je stärker die Herstellung, Vertrieb und der Konsum von psychotrophen Substanzen reglementiert wurde, desto stärker bildeten sich Schwarzmärkte und mafiöse Strukturen.

Besonders die USA haben sich bei diesem “War on Drugs” hervor getan. Mittlerweile ähnelt das Grenzgebiet zu Mexiko einem Kriegsgebiet. Mexikanische Mafia-Clans kontrollieren den Schmuggel von zumeist Kokain aber auch anderen Dingen in die USA. Durch die Prohibition ein prima Geschäft, welches immer größere Mengen Krimineller anlockt. Und die Kämpfe um den großen Kuchen fordern täglich Duzende von Toten. Sowohl bei den Mafiagangs als auch in der unbeteiligten Bevölkerung.

In Mittelamerika führen die USA einen Luft- und Bodenkrieg gegen Coca Plantagen und Cocabauern. Sie nutzen das Thema geschickt um die dortige Politik und Politiker in ihrem Sinne zu beeinflußen. Auch in anderen Teilen der Welt üben die USA massiven diplomatischen Druck auf Regierungen aus um Prohibition und Strafverfolgung zu erreichen und maximal zu verschärfen. Selbst Länder in denen Drogenkonsum Bestandteil der eigenen Kultur war, wurden die Regierungen entweder überzeugt, gekauft oder schlicht erpresst – Wirtschafthilfe gegen Mithilfe beim Drogenkrieg.

Da offensichtlich die Gesetze des Marktes auch in diesem Zusammenhang universal gelten, wird sich das Ziel der vornehmlich von westlichen Staaten propagierten Drogenprohibition und Befreiung von Übel kaum realisieren lassen. Wo eine Nachfrage ist, existiert auch ein Markt.

Tausendfaches Leid kann beendet werden, wenn dieser Unfug umgehend beendet wird. Durch die Tolerierung – und natürlich gegebenenfalls Reglementierung – des Gebrauchs, der Herstellung und des Vertriebs von “Drogen” wird dem Schwarzmarkt umgehend die existenzielle Grundlage entzogen.

Deshalb der Aufruf zur einer Aktion um genau dies zu erreichen. Link zum Mitmachen: http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/

Liebe Freundinnen und Freunde,

in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden. Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen.

Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission – darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko und anderen Staaten – das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen.

Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein — wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern. Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, doch sei die Gesellschaft noch nicht bereit für eine Alternative. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir eine bedachte und humane Politik nicht nur akzeptieren — sondern verlangen. Klicken Sie auf den Link, unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie es weiter — wenn wir 1 Million Stimmen sammeln, wird die Petition von der globalen Kommission persönlich an führende Regierungschefs übergeben:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs

Mehr als 50 Jahre lang hat die derzeitige Drogenpolitik in jeder Hinsicht versagt, doch die öffentliche Debatte hat sich festgefahren, zwischen Angst und Fehlinformationen. Jeder, selbst das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, welches für die Umsetzung dieses Ansatzes verantwortlich ist, stimmt zu. Das Militär und die Polizei einzusetzen, um Drogenfarmen niederzubrennen, Drogenhändler zur Strecke zu bringen und Händler und Süchtige einzusperren ist ein teurer Fehler, der unzähligen Menschen das Leben kostet. Von Afghanistan über Mexiko bis in die USA zerstört der illegale Drogenhandel Staaten auf der ganzen Welt, während Abhängigkeit, Todesfälle wegen Überdosis und HIV/Aids-Infektionen weiter zunehmen.

Indes haben Länder mit einer weniger strikten Gesetzeslage — wie die Schweiz, Portugal, die Niederlande und Australien — nicht den explosionsartigen Anstieg des Drogenkonsums beobachten müssen, der von den Befürwortern des Drogenkriegs prophezeit wurde. Stattdessen wurde dort sowohl ein wesentlicher Rückgang von drogenbedingten Verbrechen festgestellt, als auch niedrigere Abhängigkeitsraten und weniger Todesfälle. Diese Länder können sich demnach voll und ganz auf die Bekämpfung von organisierten Verbrechen konzentrieren.

Doch mächtige Lobby-Interessen stehen dem Wandel im Weg. Hierzu zählen das Militär, Strafverfolgungsbehörden und Justizvollzugsanstalten, die alle die Streichung Ihrer Haushaltsgelder fürchten. Und die Politker fürchten sich vor einer Abwahl durch die Bürger, denn sie glauben, dass eine Unterstützung liberaler Ansätze als Schwäche im Bereich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgelegt werden würde. Doch viele ehemalige Minister und Staatschefs haben sich nach dem Verlassen ihrer Ämter für eine Reform ausgesprochen, und Umfragen zufolge wissen Bürger auf der ganzen Welt, dass der gegenwärtige Ansatz katastrophale Folgen hat. Doch die neue Strategie erhält immer mehr Unterstützung, vorallem in den Gebieten, die von dem Drogenkrieg heimgesucht sind.

Wenn es uns gelingt in den nächsten Tagen einen weltweiten Aufschrei zur Unterstützung des mutigen Vorstoßes der globalen Kommission einzuleiten, dann können wir die altbekannten Ausreden für den Status Quo übertönen. Unsere Stimmen halten den Schlüssel zum Wandel — Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten von der Kampagne:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs

Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, das Schlusskapitel dieses brutalen “Krieges” einzuläuten, der Millionen von Menschenleben zerstört hat. Nur die Weltöffentlichkeit kann bestimmen, ob dieser katastrophalen Politik ein Ende gesetzt wird, oder ob Politiker vor einer Reform zurückscheuen werden. Lassen Sie uns die Bedenken und Befürchtungen der Entscheidungsträger aus dem Weg räumen und sie gemeinsam zur Vernunft bringen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Alice, Laura, Ricken, Maria Paz, Shibayan und das ganze Avaaz-Team

Quellen:

Ein Geheimbericht erklärt den „Anti-Drogen-Krieg“ für gescheitert
http://de.wikinews.org/wiki/Gro%C3%9Fbritannien:_Geheimbericht_erkl%C3%A4rt_Anti-Drogen-Krieg_f%C3%BCr_gescheitert

und auf Englisch, The Guardian:
http://www.guardian.co.uk/uk/2005/jul/05/drugsandalcohol.freedomofinformation

Berichte zeigen, dass alternative Ansätze auf der Basis von Regulierung und Entkriminsalisierung funktionieren (auf Englisch):
http://idpc.net/publications/alternative-strategies-selected-publications

Weniger Heroinkonsumenten in Zürich, Ärzteblatt
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24419

Die Prohibition ist gescheitert, The European
http://www.theeuropean.de/maximilian-plenert/3149-legalisierung-von-drogen

Krieg gegen Drogen ist gescheitert, Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/politik/meinung/krieg-gegen-drogen-ist-gescheitert/-/1472602/4812886/-/index.html

Die “Global Comission on Drug Policy”, welche die UNO aufruft den Drogenkrieg zu beenden (auf Englisch):
http://www.globalcommissionondrugs.org/Documents.aspx

Dossier Drogenkrieg, Spiegel:
http://www.spiegel.de/thema/drogen_mexiko/

Fakten zum globalen Drogenkrieg, Spiegel:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57631.html

Die Auswirkungen von DU Munition

‘DU Munition’ ist ein Euphemismus für aus Atommüll hergestellte Munition.

DU steht für ‘depleted uranium’ – abgereichertes Uran im Deutschen. Überlicherweise bleibt es bei der Aufbereitung von Brennstäben bzw. bei Anreicherung zurück.  DU ist für nichts mehr nütze, radioaktiv und giftig und muss entsprechend end-gelagert werden.

Die Amerikaner haben einen besseren Weg ihren Müll loszuwerden. Die verballern den einfach bei ihren Feldzügen. Mittlerweile wurden deshalb bereits Gebiete vom Kosovo, dem Irak, Afganistan und zuletzt Libyen durch die Amerikaner radioaktiv kontaminiert.

In Anbetracht, dass DU eine geringere Aktivität als die aktuellen Falloutwolken aus Fukushima  hat, sollten einem die folgenden Bilder vor Augen führen, was auf uns zukommen wird.

Externe Links: